Der Fachkräftemangel in der Schweiz nimmt zu und wird sich durch den demografischen Wandel weiter verschärfen. Gleichzeitig bleibt ein grosses Arbeitskräftepotenzial ungenutzt. Viele Frauen möchten nach einer familienbedingten Erwerbspause wieder arbeiten und bringen wertvolle Erfahrung und Qualifikationen mit. Wiedereinsteigerinnen in der Schweiz können somit einen entscheidenden Beitrag leisten, um offene Stellen zu besetzen und die Wirtschaft zu stärken.
Laut dem Bundesamt für Statistik ist die Erwerbsbeteiligung von Frauen hoch, dennoch arbeiten viele in Teilzeit oder unterbrechen ihre berufliche Laufbahn. Dadurch gehen der Wirtschaft wichtige Kompetenzen verloren. Studien zeigen, dass eine bessere Integration von Wiedereinsteigerinnen Schweiz einen spürbaren Beitrag zur Entschärfung des Fachkräftemangels Frauen leisten kann. So dokumentiert der Gender Intelligence Report 2023 der Universität St. Gallen das ungenutzte Potenzial von Frauen nach Erwerbsunterbrüchen, während eine Analyse des Swiss Household Panel die Auswirkungen langer Erwerbsunterbrüche auf Lohn und Karriere belegt (sjes.springeropen.com).
Wiedereinsteigerinnen verfügen häufig über Berufserfahrung, Fachwissen und ausgeprägte soziale Kompetenzen. Dennoch erschweren starre Arbeitsmodelle und Vorurteile gegen Erwerbsunterbrüche den Wiedereinstieg. Unternehmen, die flexible Arbeitszeiten ermöglichen und Kompetenzen stärker gewichten als lückenlose Lebensläufe, können dieses Potenzial besser nutzen. Das Bundesamt für Statistik und Studien wie die SECO Untersuchung zu Wiedereinstieg und Verbleib von Frauen mit Kindern zeigen, dass strukturelle Fördermassnahmen den Eintritt in den Arbeitsmarkt deutlich verbessern können (profamilia.ch).
Auch gesellschaftlich ist der Wiedereinstieg von Frauen relevant. Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein zentrales Ziel der Gleichstellungsstrategie 2030. Eine stärkere Einbindung von Wiedereinsteigerinnen Schweiz fördert die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und stärkt langfristig den Arbeitsmarkt.
Fazit: Wiedereinsteigerinnen Schweiz sind ein wichtiger Hebel gegen den Fachkräftemangel Frauen. Wer dieses Potenzial erkennt und fördert, gewinnt qualifizierte Mitarbeitende und stärkt die Zukunftsfähigkeit der Schweiz.